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Waldorfschulen gegen Diskriminierung
- Die Freien Waldorfschulen leisten bei der Wahrnehmung ihrer erzieherischen Aufgabe im Geiste der Menschenrechte einen Beitrag für eine Gesellschaft, die auf dem solidarischen Zusammenleben aller Menschen beruht.
- Als Schulen ohne Auslese, Sonderung und Diskriminierung ihrer Schülerinnen und Schüler sehen sie alle Menschen als frei und gleich an Würde und Rechten an, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, nationaler oder sozialer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung.
- Die Anthroposophie als Grundlage der Waldorfpädagogik richtet sich gegen jede Form von Rassismus und Nationalismus. Die Freien Waldorfschulen sind sich bewusst, dass vereinzelte Formulierungen im Gesamtwerk Rudolf Steiners nach dem heutigen Verständnis nicht dieser Grundrichtung entsprechen und diskriminierend wirken.
- Weder in der Praxis der Schulen noch in der Lehrerausbildung werden rassistische oder diskriminierende Tendenzen geduldet. Die Freien Waldorfschulen verwahren sich ausdrücklich gegen jede rassistische oder nationalistische Vereinnahmung ihrer Pädagogik und von Rudolf Steiners Werk.
Aus diesem Selbstverständnis arbeiten die Freien Waldorfschulen seit ihrer Gründung 1919. Waldorfpädagogische Einrichtungen engagieren sich heute in allen Erdteilen, darunter in sozialen Brennpunkten Europas, Afrikas, Amerikas, Asiens, in Israel und der arabischen Welt. Verabschiedet von der Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen, Stuttgart, am 28. Oktober 2007
Pressemitteilung
Professur an der Freien Hochschule Stuttgart verliehen
Die Freie Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik hat Herrn Dr. Christoph Strawe zum Professor für Erkenntnistheorie und integrative Sozialwissenschaft ernannt. Das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg hat die Ernennung bestätigt.
Christoph Strawe ist seit 1986 als Lehrbeauftragter an der Freien Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik tätig. Er hat Philosophie, Sozialwissenschaften und später Waldorfpädagogik studiert. Er promovierte an der Universität Bremen über Probleme der philosophischen Dialektik und habilitierte sich an der Universität Jyväskylä (Finnland) mit einer Arbeit über das Verhältnis von Marxismus und Anthroposophie.
C. Strawe ist durch zahlreiche Publikationen zu sozialen Fragen hervorgetreten, unter anderem in der von ihm redigierten Zeitschrift "Sozialimpulse". Seit 1991 ist er auch für das Institut für soziale Gegenwartsfragen e.V. Stuttgart tätig, das Fortbildungsseminare und seit einigen Jahren einen berufsbegleitenden "Studiengang Sozialentwicklung" anbietet.
Mit der Ernennung von Dr. Christoph Strawe zum Professor unterstreicht die Freie Hochschule Stuttgart ihr Bestreben, zum Dialog über die Zukunft von Schule und Gesellschaft aktiv beizutragen.
Durch das Angebot modularisierter Bachelor- und Masterstudiengänge für Waldorfpädagogik bietet die Freie Hochschule akademisch anerkannte waldorfpädagogische Studienabschlüsse, mit denen sie einen wichtigen Beitrag im Rahmen der aktuellen Diskussionen im Bereich der Lehrerbildung leistet.
Matthias Jeuken
(für die Hochschulleitung)
Stuttgart, den 11.1.2010
70188 Stuttgart, Haußmannstraße 44A, Telefon (0711)21094-0, Fax 2348913, E-Mail: info@freie-hochschule stuttgart.de
Kurzportrait Freie Hochschule Stuttgart
Die Freie Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik, bietet Interessenten verschiedene Studiengänge an, die zum Unterricht an Waldorfschulen qualifizieren. Neben dem grundständigen Studium zum „Klassen- und Fachlehrerin oder -lehrer in der Waldorfschule“ (konsekutives Bachelor- und Masterstudium, Dauer insgesamt
5 Studienjahre) bietet die Hochschule weitere nichtkonsekutive Master-Studiengänge zum „Klassen- und Fachlehrerin oder -lehrer in der Waldorfschule“ bzw. zum „Oberstufenlehrerin oder -lehrer“ an. (Dauer: Master Klassenlehrer 2 Jahre, Verkürzung auf 18 Monate möglich; Master Oberstufenlehrer 18 Monate). Darüber hinaus ist das Klassen- und Fachlehrerstudium (für die Fächer Fremdsprachen, Handarbeit, Gartenbau, Bildende Kunst, Musik, Eurythmie, Sport und Bothmer-Gymnastik sowie Werken als Seminarstudium auch mit Fachhochschulreife oder Realschulabschluss mit Berufsqualifikation möglich. (Studiendauer 2-5 Jahre, je nach persönlicher Qualifikation) an.
(Stand: 01.2010)
Freie Hochschule Stuttgart
Seminar für Waldorfpädagogik
(Staatlich anerkannte Hochschule)
Haußmannstraße 44a
70188 Stuttgart
Tel. 0711-21094-0
E-Mail:
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www.freie-hochschule-stuttgart.de
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