Waldorfpädagogik

 

Pause

Unsere Kinder sind das Tor zur Zukunft. Sie werden als Erwachsene die Aufgabe haben, eine lebenswerte Welt zu erhalten und eine menschenwürdige Gesellschaft zu gestalten. Verantwortungsvolles, tatkräftiges Handeln erfordert waches Wahrnehmen, klares Denken, lebendiges Fühlen und eigenständiges Beurteilen.
Dieser Artikel beschreibt in Kürze einige Elemente der 'waldorftypischen' Herangehensweise in der Pädagogik.


Künstlerische Erziehung
Künstlerisches Gestalten vom ersten Schuljahr an, das Umgehen mit Farbe und Form, die Auseinandersetzung mit Wachs, Ton, Holz, Metall und Stein, aber auch die Übungen zu Sprache, Melodie, Klang und Rhythmus wecken in den Schülern ein sicheres Gefühl für die Qualitäten in der Welt und führen durch schöpferisches Üben zu einer Stärkung der Willenskräfte, zu innerer Beweglichkeit und zu einem gesunden Selbstvertrauen.
Ausschlaggebend für den Lehrplan sind deshalb Einsichten in altersgemäße Entwicklungsschritte, die im Zusammenleben und Zusammenarbeiten mit den Kindern gewonnen werden. Wenn Kinder in ihren individuellen Besonderheiten und Begabungen ernst genommen werden, entwickeln sie die notwendigen Fähigkeiten, um ihre eigene Zukunft und die unserer Gesellschaft gestalten zu können.
Die pädagogische Arbeit der Lehrer wird ergänzt durch die therapeutische Tätigkeit von einem Arzt und Heileurythmistinnen im Umkreis der Schule.


Klassenlehrer und Epochenunterricht
Der Klassenlehrer begleitet seine Schüler durch die Unter- und Mittelstufe und kann auf diese Weise eine tiefe persönliche Beziehung zu den Kindern aufbauen. Sie bildet eine wesentliche Grundlage für ein angstfreies, fruchtbares Lernklima. Das ursprüngliche Konzept der Waldorfschule beinhaltete es, die Kinder bis zum 14. Lebensjahr zu begleiten (Klasse 1 – 8). Dies erfordert starke innere Verwandlungskräfte sowie eine sehr gute Allgemeinbildung auf Seiten der Lehrer. Manch ein Kollege sah sich in der Vergangenheit mit dieser Aufgabe überfordert.
Aus diesem Grund arbeiten wir in der Göttinger Waldorfschule seit 1998 nach einem beweglichen Modell: im Laufe der 6. Klasse berät die Unter- und Mittelstufenkonferenz mit dem betreffenden Klassenlehrer, ob ein Weiterführen der Klasse sinnvoll und möglich ist. Ist dies der Fall, begleitet der Kollege seine Klasse zwei weitere Jahre. Ist dies nicht der Fall, übernimmt ein anderer, in der Mittelstufenpädagogik erfahrener Kollege die Klasse und führt sie bis zum Übergang in die Oberstufe.
Der Hauptunterricht in den beiden ersten Unterrichtsstunden des Tages bietet in ca. dreiwöchigen Fachepochen Lehrern und Schülern die Möglichkeit, die verschiedenen Unterrichtsstoffe methodisch vielfältig zu bearbeiten und zu vertiefen, wobei Zusammenhänge fächerübergreifend deutlich werden.


Geschickte Finger - bewegliche Gedanken
Im Handarbeits-, Gartenbau- und Werkunterricht lernen die Kinder, mit den verschiedensten Materialien umzugehen. Jedes Material hat spezifische Eigenschaften und verlangt eine eigene Behandlungsweise. Die Erfahrungen, die dabei gemacht werden, helfen den Kindern, sich auf unterschiedliche Situationen einzustellen und eine angemessene Handlungsweise zu entwickeln.


Vom Anschauen zur Wissenschaft
Die zunächst bildhaft-anschaulich angelegte Naturkunde wird in begrifflicher Form im naturwissenschaftlichen Unterricht der Oberstufe wieder aufgenommen und führt durch ein gründliches Erfassen exemplarisch ausgewählter Naturgesetzlichkeiten zu einer am Phänomen ausgebildeten Urteilskraft, die nicht nur formale Ergebnisse festhält, sondern wesentliche Fragen an Gegenstand und Methode herausfordert. So wird Denken gefördert, das ohne Vorurteile die Welt neu zu entdecken und zu enträtseln sucht.


Vom Webstuhl zum Computer
Im Unterricht entwickeln wir Angebote, an welchen der Wandel der Technik als Teil der Menschheitsentwicklung beispielhaft erlebt werden kann. Beim Weben werden überschaubare technische Zusammenhänge erfahren. Unsere Schule ist aber auch mit einem modernen Computerraum ausgestattet. So lernen die Jugendlichen, die wesentlichen technischen Errungenschaften unserer Zivilisation zu durchschauen und verantwortungsvoll mit deren Möglichkeiten umzugehen.


Fremdsprachen - Tore zur Welt
Nachahmend lernen die Kinder von der ersten bzw. zweiten Klasse an Englisch und Französisch als lebendigen Sprachklang in Liedern, Sprüchen und Spielen kennen.
Auf dieser Grundlage werden in der Mittelstufe mit Hilfe der sich allmählich entwickelnden Bewusstseinskräfte sprachliche Regeln und Strukturen entdeckt und eingeübt, so dass die Sprache in der Oberstufe eine Brücke zum Verständnis der Nachbarkulturen werden kann.

 
 

Nächste Termine

Dienstag, den 15.05.2012
08:00Uhr -
Klassenfahrt 6. Klasse
Mittwoch, den 16.05.2012
08:00Uhr -
Klassenfahrt 4. Klasse
Mittwoch, den 16.05.2012
08:00Uhr -
Klassenfahrt 6. Klasse
Freitag, den 18.05.2012
00:00Uhr - 00:00Uhr
schulfrei
Mittwoch, den 23.05.2012
20:00Uhr - 22:00Uhr
Elternabend 8. Klasse
Montag, den 28.05.2012
08:00Uhr -
Pfingstferien
Dienstag, den 29.05.2012
00:00Uhr - 00:00Uhr
Pfingstferien
Mittwoch, den 30.05.2012
20:00Uhr - 21:30Uhr
Elternabend Klasse 10 TH
Samstag, den 2.06.2012
10:00Uhr - 17:00Uhr
Handwerkerfest der 3. Klasse
Mittwoch, den 6.06.2012
20:00Uhr - 22:00Uhr
Elternabend 2. Klasse
Montag, den 11.06.2012
20:00Uhr - 22:00Uhr
Elternabend Klasse 7w
Montag, den 11.06.2012
20:00Uhr - 22:00Uhr
Elternabend Kl.4
Freitag, den 15.06.2012
19:30Uhr -
"Die Schwarzen Brüder" - Theaterprojekt der 8. Klasse
Samstag, den 16.06.2012
19:30Uhr -
"Die Schwarzen Brüder" - Theaterprojekt der 8. Klasse
Sonntag, den 17.06.2012
17:00Uhr -
"Die Schwarzen Brüder" - Theaterprojekt der 8. Klasse

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